Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu Recherchen, Abonnement und Quellen

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Hier beantworten wir, wie wir arbeiten, was Abonnentinnen und Abonnenten erhalten und wie Hinweise bei uns geschützt bleiben.

Antworten aus der Redaktion

Die folgenden Fragen erreichen uns am häufigsten. Sie betreffen die Arbeitsweise der Redaktion, die Inhalte für Abonnenten und den Umgang mit Hinweisen.

  1. Wie prüft die Redaktion ihre Aussagen?

    Jede wichtige Aussage stützt sich auf Dokumente wie Bewilligungen, Gutachten oder Messberichte sowie auf Gespräche mit Beteiligten. Die Chefredaktorin prüft jede Recherche, bevor sie erscheint. Wo ein Beleg fehlt oder nur eine einzelne Quelle vorliegt, schreiben wir das offen in den Text.

  2. Kommen kritisierte Organisationen zu Wort?

    Ja. Wer in einer Recherche kritisiert wird, erhält vor der Veröffentlichung die Gelegenheit zur Stellungnahme. Wir legen die Vorwürfe konkret dar und setzen eine angemessene Frist. Die Antwort geben wir fair wieder, auch wenn sie unsere Befunde nicht entkräftet. Verweigerte Antworten vermerken wir ebenfalls.

  3. Was enthält ein Premium-Recherchebericht?

    Ein Premium-Bericht ist eine ausführliche Untersuchung als PDF. Er enthält eine Übersicht der ausgewerteten Dokumente, eine Zeitleiste der Ereignisse und die Stellungnahmen der betroffenen Stellen. Quellen sind jeweils angegeben, damit Sie jeden Schritt nachvollziehen können.

  4. Was erhalte ich mit dem Newsletter für Abonnenten?

    Der Rundbrief liefert Hintergründe, Quellenhinweise und Einordnungen zu laufenden Umweltrecherchen. Er zeigt, woran die Redaktion gerade arbeitet und welche Unterlagen dafür ausgewertet werden. Die Preise und den Ablauf finden Sie auf der Seite Preise.

  5. Wie melde ich vertraulich einen Missstand?

    Über das vertrauliche Quellenformular können Sie Hinweise und Unterlagen an die Redaktion senden. Nennen Sie, was Sie beobachtet haben, und legen Sie Dokumente bei, wenn Sie welche haben. Ihre Angaben behandeln wir vertraulich, und wir nennen Quellen nicht ohne Ihr Einverständnis.

  6. Gibt es Berichte auf Französisch?

    Ja. Céline Rochat betreut als Redaktorin Romandie die französischsprachigen Berichte und Regionalthemen rund um Genfersee und Jura. So erscheinen Recherchen aus der Westschweiz in der Sprache der Region und mit lokalem Wissen.

  7. Wie gehen Sie mit Fehlern in Berichten um?

    Stellen wir einen Fehler fest oder weist uns jemand darauf hin, prüfen wir ihn anhand der Quellen. Bestätigt er sich, korrigieren wir den Text und kennzeichnen die Änderung sichtbar. Hinweise auf Fehler richten Sie an [email protected].

  8. Wer finanziert die Arbeit der Redaktion?

    Die Redaktion arbeitet unabhängig und finanziert sich über vertiefte Berichte und den Newsletter für Abonnentinnen und Abonnenten. Zusätzlich bieten wir einzelne bezahlte Leistungen an, die auf der Preisseite beschrieben sind. Inhalte werden nicht gegen Bezahlung beeinflusst.

Noch eine Frage offen

Sprechen Sie mit der Redaktion über Ihr Anliegen

Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, worum es geht. Wir sagen Ihnen, ob Bericht, Newsletter, Dokumentenzusammenfassung oder ein Gespräch zu Ihrem Anliegen passt.

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Arbeitsweise

Wie wir Belege sammeln und gewichten

Eine Recherche beginnt selten mit einem fertigen Verdacht. Meist steht am Anfang ein Hinweis, eine auffällige Messreihe oder eine Bewilligung, die Fragen aufwirft. Reto Wüthrich und die übrigen Redaktionsmitglieder sichten zuerst die Akten und prüfen, ob sich der Verdacht mit Unterlagen stützen lässt. Erst danach folgen Gespräche mit Betroffenen und Fachleuten.

Dokumente haben bei uns Vorrang vor Erinnerungen und Meinungen. Gutachten, Bewilligungen, Protokolle und Messberichte werden gelesen, verglichen und, wo es sinnvoll ist, von Fachpersonen eingeordnet. Hydrologen, Biologinnen und Juristen helfen uns dabei, Befunde richtig zu gewichten und nicht über das hinaus zu behaupten, was die Unterlagen hergeben.

Messdaten prüft Markus Gysin auf Plausibilität, bevor sie in eine Zeitleiste oder Darstellung einfliessen. Er achtet auf Einheiten, Messorte und Zeiträume, damit Zahlen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Auffälligkeiten klären wir bei der zuständigen Stelle nach, bevor wir sie veröffentlichen.

Kritisierte Organisationen erhalten die Vorwürfe vor der Veröffentlichung und eine faire Möglichkeit zu antworten. Ihre Stellungnahme erscheint im Bericht, auch dann, wenn sie unserer Darstellung widerspricht. Widersprüche zwischen Aussagen und Unterlagen benennen wir ausdrücklich und überlassen die Bewertung nicht dem Zufall der Formulierung.

Zum Schluss prüft Corinne Baumgartner als Chefredaktorin den gesamten Text gegen die Belege. Aussagen, die sich nicht sauber stützen lassen, werden abgeschwächt oder gestrichen. Dieses Vorgehen kostet Zeit, doch es sorgt dafür, dass Leserinnen und Leser den Weg von der Behauptung zur Quelle selbst nachgehen können.

Was Sie in Berichten finden

  • Verweise auf die ausgewerteten Originaldokumente
  • Zeitleisten zu Bauprojekten und Grenzwertüberschreitungen
  • Stellungnahmen der kritisierten Stellen im Wortlaut
  • Einordnungen durch Fachleute mit Nennung ihres Fachgebiets
  • Hinweise, wo Belege fehlen oder Aussagen offen bleiben
  • Sichtbar gekennzeichnete Korrekturen bei nachträglichen Änderungen

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Unabhängige Umweltrecherchen aus Liestal: Wasserqualität, Industrieverschmutzung, Schutzgebiete und Greenwashing, belegt mit Dokumenten und fair gegengeprüft.

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